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Wohin uns ein Antwortfix3000 führte…



Eines schönen Dienstag nachmittags bekamen wir Post. Sehr ungewöhnlich, daß zum Jugendheim und dann zur Gruppenstundenzeit Post ankommt. Der Brief war von Daniel Düsentrieb, dem weltberühmten Erfinder. Er schrieb, er habe erfahren, daß die Wölflinge sehr wissbegierig seien und hatte nun eine Maschine entworfen, die er uns zum Test vorstellen wollte. Neugierig geworden, besahen wir uns das Gerät genauer. Auf den ersten Blick sah alles ganz einfach aus: ein silbern glänzender Kasten mit allerlei technischen Raffinessen, mit dem Hinweis, ihn nicht zu berühren. Sehr eigenartig.

Daniel Düsentrieb hatte eine Maschine gebaut, die angeblich alle Fragen beantworten sollen konnte. Wer glaubt denn so was? Wir blieben skeptisch! Versucht haben wir es trotzdem: einige Fragen gingen auch zuverlässig am Fragezeichen-Schlitz ein und wurden beantwortet an der anderen Seite wieder ausgegeben. Fasziniert versuchten wir weiter unser Glück. Doch nach einigen Versuchen zeigten sich die ersten technischen Mängel: Der „AntwortFix3000“, wie die Wundermaschine hieß, zerknüllte und zerriss die Fragen oder gab völlig unverständliche Antworten.

Enttäuscht von dieser Erfindung schrieben wir Daniel unsere Ergebnisse mit der Feststellung, daß er dieses Gerät wohl noch einmal überarbeiten müsse. Auf die Erfinder kann man sich also auch nicht mehr verlassen. Da die Fragen der Wölflinge nun weiterhin größtenteils unbeantwortet waren, blieb uns nichts anderes übrig, als selber zu forschen. Es wurden daher zunächst alle Fragen zu Gott und der Welt (und darüber hinaus J) gesammelt. Hier nur einige Beispiele: „Warum ist die Banane krumm?“ „Wieviele Menschen gibt es auf der Welt?“ „Wie alt kann man werden?“ „Wie viele Tiere gibt es?“

Natürlich können wir nicht auf alle Fragen eine Antwort haben. Aber für einige sollte es möglich sein, Lösungen zu finden. Da wir selber forschen und erfahren wollten, standen in der darauffolgenden Stunde interessante Ausflugsziele zur Wahl. Die Liste reichte von der Feuerwehr, über das Umspannwerk, bishin zur Zoom Erlebniswelt. Lange wurde hin und her geschoben, Reden geschwungen und Punkte geklebt, bis die Top 3 der Ziele feststanden: Planetarium, Zoom und Ziegenmichl.

Zwei der drei Ziele haben wir nun auch schon angesteuert. Im Planetarium erzählten uns Lila & Emil wie man überhaupt von hier aus ins All kommt und wie es auf den Planeten des Sonnensystems so zugeht. Dabei erfuhr man, daß auf fast allen Planeten kein Leben möglich ist, weil es z.B. viel zu heiß, zu kalt oder zu stürmisch ist. Nach dieser aufregenden Reise, die die Kinder bequem im Sessel miterleben konnten, wurde noch kurz der Souvenirladen „leer gekauft“ und der kleine grasbewachsene Hang des Planetariums auf seine Roll-Fähigkeit getestet.

Das zweite Ziel war die Zoom Erlebniswelt. Eigentlich ist Zoo ja „langweilig“. Aber wer unsere Kinder dort hat herumlaufen sehen und in die begeisterten Augen gesehen hat, der weiß: So stimmt das nicht! Wir durchwanderten Asien & Afrika und lernten viele neue Dinge. Auch wenn uns die Fahrt auf der Eisscholle und so mancher Blick auf die Tiere verwehrt blieb, so war es doch ein spannender Tag!


DPSG Stamm Weiße Rose 06/06/02  |  Impressum  |  Anfahrt