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Kapitel 1: Neubeginn nach dem Krieg und Stammesgründung

Der 2. Weltkrieg hatte auch in ückendorf starke Spuren der Verwüstung hinterlassen. Bomben haben Kirche und Wohnhäuser zerstört. Viele Menschen auf allen Seiten sind gestorben. Aber der Wille zum Neubeginn war schon kurz nach dem Ende dieses grausamen Krieges überall zu spüren. In der Pfarrgemeinde St. Josef hatten die kirchlichen Vereine unmittelbar nach dem Krieg schon wieder etwa 300 Mitglieder, die sich auf zehn verschiedene Gruppen aufteilten, auch im „Bund der deutschen katholischen Jugend„ (BDKJ). Die Mitglieder aus den Gruppen, die vor und während der Nazizeit bestanden, kamen zurück und bauten am Neubeginn mit.
Die Gründung einer neuen Pfadfindergruppe wurde den damaligen Initiatoren deshalb nicht gerade leicht gemacht; die bestehenden Organisationen und auch die Pfarrgeistlichkeit mussten erst von der Sinnhaftigkeit der Gründung eines Pfadfinderstammes in St. Josef überzeugt werden. Besondere Leistungen gingen hierbei von Karlheinz Küper und Vikar Richard Wawlawczyk aus. Auch der damalige Gaufeldmeister (heute: Bezirksvorsitzender) Willi Bialas unterstützte die Stammesgründung sehr nachhaltig.

1948 – Stammesgründung DPSG St. Josef

Am 10. Juli 1948 fiel der Startschuss für den Beginn einer Pfadfindertätigkeit in unserer Gemeinde. Der 2. September 1948 ist dann der der offizielle Gründungstag unseres Stammes, der am 8. Dezember 1948 vom Bundesverband anerkannt wurde und als „Stamm III im Gau Grenzmark, Stammeskonto: 06/06/03„ in die „Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg„ aufgenommen wurde. Karlheinz Küper wurde der erste Stammesführer und Vikar Wawlawczyk der erste Stammeskurat. Schon wenige Tage später legten am 12. Dezember 1948 sieben Pfadfinder und sieben Wölflinge das Pfadfinderversprechen bei der ersten Versprechensfeier unserer Stammesgeschichte auf dem Mechtenberg ab und wurden so in den Stamm, die DPSG und in den Weltbund der Pfadfinder aufgenommen. Der Stammesname „Weiße Rose„ wurde im Jahre 1959 von der damaligen Stammesführung in Erinnerung an die bekannte Widerstandsgruppe im dritten Reich gewählt.

Die Pfadfinderidee setzte sich in unserer Gemeinde durch – der Stamm wuchs und gedieh und fand immer mehr Mitglieder. Das erste Sommerlager wurde vom 24.07. bis zum 04.08.1949 in Horst bei Altena durchgeführt. Die „Gelsenkirchener Bergwerks AG„ stellte einen LKW zur Verfügung, mit dem Wölflinge und das Lagermaterial transportiert wurden. 1950 waren fünf Pfadfinder unseres Stammes an einer Rom-Wallfahrt beteiligt. Zum Stammesführer wurde zum Ende dieses Jahres Fritz Kronenberg gewählt, dem am 30.11.1952 Hans-Jochen Wagener im Amt folgte, weil Fritz Kronenberg in die Gauführung berufen wurde. Der Stamm hatte sich in der Gemeinde und im Gau (heute: Bezirk) mit annähernd 100 Mitgliedern etabliert und gefestigt. In allen Altersstufen gab es starke Gruppen und Gruppenleitungen. Pfingst- und Sommerlager, regelmäßige Gruppentreffen und Leiterrunden gehörten zum normalen Programm.

Kapitel 2: Der Stamm „Weiße Rose„ lebt

von Egon
DPSG Stamm Weiße Rose 06/06/02  |  Impressum  |  Anfahrt